Kitesurfcamp Hurghada

Kitesurfcamp Hurghada

Vom 12. bis 27. Mai 2007 fand unser zweiwöchiges Kitesurfcamp in √Ñgypten statt. Wir wohnten im Hotel Aladdin, nahe der Stadt Hurghada. Die meiste Zeit verbrachten wir am zugehörigen Kitebeach neben der Hotelanlage, wo sich die Surfstation von Tommy Friedel befindet. Doch sobald unsere Schüler mehr oder weniger selbständig waren, besuchten wir auch andere Kitespots in der Umgebung. So besuchten wir auch ab und zu unsere Freundin Céline, die in El Gouna mit ihrem Freund Matti zusammen ihre eigene Kitestation betreut (http://www.kitepeople.at/).

Wo auch immer wir hin wollten, unser Taxidriver Mohammed chauffierte uns zu jeder Tageszeit mit Freude von Ort zu Ort. Die Fahrten waren jedoch nie ganz ungefährlich. In √Ñgypten fährt man nachts ohne Licht, da man die anderen Autofahrer blenden könnte. So wurde es uns jedenfalls erklärt. Und um einen Weg abzukürzen, wechselte Mohammed schon mal auf die Gegenfahrbahn und schlängelte sich durch den Gegenverkehr so ganz nach dem Motto: Es wird schon nichts passieren, so Gott will ‚Äì Inschallah. Trotz etwas gewöhnungsbedürftiger Fahrtweise empfehlen wir Mohammed als Taxichauffeur und stellen hier gerne, mit Mohammeds Einverständnis, seine Telefonnummer zur Verfügung: 0127630799 (funktioniert nur mit ägyptischem Telefonanschluss).Insgesamt waren wir vierzehn Leute. Aime und ich (Doro) unterrichteten zusammen mit unserer Assistentin Alexandra vier Schülerinnen und Schüler.

Barbara und Muriel konnten leider nur die erste Woche bleiben. Obwohl der Wind in dieser Woche etwas zu Wünschen übrig liess, erzielten beide in diesen paar Tagen grosse Fortschritte. Zu Beginn machte sich Barbaras Kite des öftern selbständig, doch nach vielem gutem Zureden - nach rechts... neineeeei, meh nach rechts... jaaaa, so isch brav... - gehorchte dieser bald und fügte sich Barbaras Betörungen.
Auch Flo blieb nur die erste Woche und hatte demnach wie Barbara und Muriel etwas Pech mit dem Wind. Dafür hatte er Glück mit Frauen, oder besser gesagt, mit einer Frau: Sabrina, unsere vierte Schülerin. Die zwei Glücklichen haben sich gefunden. In unseren Camps kann man also nicht nur im Kiten profitieren, sondern auch als Single sein Glück finden :).
Sabrina blieb auch die zweite Woche und konnte in dieser - ohne Ablenkung - von guten Windverhältnissen profitieren.

Neben den vier Schülerinnen und Schülern begleiteten uns sieben weitere Personen.
So zum Beispiel der schlaflose Jonathan, alias June. June studiert an einer Fachhochschule, doch was genau er studiert, konnte er keinem von uns erklären, wusste es anscheinend selbst nicht genau :). In seiner Freizeit fotografiert June oft. So hat er in unserem Camp, wenn er morgens mal wieder früh auf den Beinen war, die Morgenstimmung mit Sonnenaufgang von Stunde zu Stunde fotografisch festgehalten.
An unserem Kitespot gab es ein Riff, welches man bei Ebbe besser umfahren sollte, da man sonst leicht mit dem Brett anhängen konnte. June erkundete dieses Riff jedoch des öftern, meist unfreiwillig und trug nach jeder Erkundungstour eine neue Schramme davon. Abgelöst wurde er dann in der zweiten Woche von Toshio. Dieser liess sich nicht selber übers Riff ziehen, sondern hielt sein Brett tapfer an den Füssen und setzte dieses den scharfen Kanten des Riffs aus.

Toshio ist auch Kitelehrer. Er snowboardet gut und fährt sehr gerne Motorboot. So nahm er bereits bei seiner ersten Kitesession den Rescue-Service der lokalen Schule in Anspruch und liess sich mit dem Rettungsboot an Land bringen. Auch Christoph schien diesem Boot sehr angetan. Dumm war nur, wenn niemand merkte, dass er verschwunden war und gerettet werden sollte.
Aline, meine Mitbewohnerin begleitete uns ebenfalls. Ihr Ziel in diesen Ferien war, das Springen zu erlernen. So nutzte sie jede kleinste Windregung und übte fleissig bis zum Umfallen. Wenn sie nach ihren Kitesessions wieder zurück an Land wollte, kam sie jedoch nicht immer da zurück, wo sie sollte. Tja Aline, ist halt schwierig ohne Wind. Doch das √úben hat sich gelohnt, ende Ferien machte Aline wunderschöne Backloops.

Ein weiterer Campteilnehmer war Chrigi, Alexandras Freund. Chrigi und Alexandra ernährten sich zwei Wochen lang fast ausschliesslich von Pasta. Alexandra, weil sie Vegetarierin ist und Chrigi, wahrscheinlich aus Solidarität.

Im Laufe der ersten Woche gestand uns Chrigi, dass er zwei Tage nach der Heimreise seine LAP hätte und Mami nicht wissen dürfe, dass er in √Ñgypten sei. Trotzdem war Chrigi mehr auf dem Wasser als hinter seinen Büchern anzutreffen. Hoffen wir Chrigi, es ging nicht in die Hose.

Dann waren da noch die Brunners: Dänu und Sandra Brunner. Während Dänu im Kiten Spannung und Action suchte, wollte Sandra Entspannung und Ruhe beim Baden und Lesen am Pool. Leider verirrten sich einige Quallen aus dem Meer in den Pool und sorgten da etwas für Aufregung - Sorry, Sandra.

Trotz Magenbeschwerden von Zeit zu Zeit und kleineren Verletzungen ‚Äì mir steckte eine Muschel mit 3 cm Stacheln im Fuss und Aimé machte nach einem F16 einen Spagat mit Zerrung zur Folge ‚Äì hatten wir grossen Spass und freuen uns auf die nächste Reise.

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