Schulung Comersee
Sonntag:
Am Sonntag gegen 18:00 Uhr haben wir unsere Reise von Frankfurt an den Comer See angetreten. Die Fahrt verlief bis zum Splügenpass nahe zu perfekt. Wir hatten keine Probleme an der Schweizergrenze und nur ein paar kleine Staus. Als wir jedoch die letzten 50km über den Splügenpass fahren wollten, stellte sich heraus, dass dieser, aufgrund von starken Schneefalls, gesperrt war. Das bedeutete für uns, einen Umweg von 100km über Lugano. (Kleiner Tipp: vorher beim ADAC informieren ob der Pass geöffnet ist, erspart einem Zeit und Nerven ;) )
Montag:
Um 3:30 Uhr kamen wir dann in Dongo an und versuchten die Nacht im Auto zu schlafen. Um 6:00 Uhr sind wir dann aufgewacht und haben uns auf die Suche nach was zu frühstücken gemacht. Um 9:30Uhr haben wir uns dann mit Aimé am Magiclake getroffen. Nachdem alle organisatorischen Sachen geklärt waren, haben wir uns auf die Suche nach Wind begeben. Diese endete jedoch erfolglos. Gegen 17:00 Uhr setzte dann der Nordföhn ein. Also Neoprens an und ab ins Boot. Die Skepsis über das Starten eines Kites vom Boot aus, verflog sofort. Nach einer kleinen Session von Aimé, haben wir erst einmal gesehen, wie es aussieht wenn man bereits Kitesurfen kann (einfach nur geil :D). Danach wurde es ernst für uns, denn nun waren wir dran. Ab ins 13 Grad kalte Wasser und los ging es mit dem Powerbodydragen. Bevor der Kältetod unseren Aufenthalt vorzeitig beendet hätte, konnten wir verweichlichten Flachländler unseren kälteresistenten Schweizer dazu überreden, an Land zu gehen und den Tag bei einem von Aimés berühmten Grill'n'Chills ausklingen zu lassen.
Dienstag:
Am Dienstag hatten wir leider Flaute und mussten so die Zeit mit Billiarde, Tischkicker und Pokern totschlagen.
Mittwoch:
Am Mittwoch hatten wir schon ein bisschen mehr Wind. Als wir jedoch das Boot gepackt hatten, uns alle fertig gemacht hatten und auf dem See waren hat der Wind komplett abgestellt. Den restlichen Tag verbrachten wir dann mit einer Wakeboardsession. Zum Glück war der Webdesigner June auch mit von der Partie und hat unsere ersten Wakeboardversuche auf Kamera festgehalten.
Donnerstag:
Am Donnerstag kam er dann, der von allen geliebte Süd-West-Wind. Also ab aufs Wasser. Als erstes haben wir den seitlichen Bodydrag geübt. Das hat von den 100 Litern Seewasser, die wir dabei geschluckt haben, wirklich super geklappt. Also gab es dann nach kurzer Zeit das Board dazu um die ersten Wasserstarts zu üben. Am Anfang ist es noch ziemlich schwierig, sich das Board an die Füsse zu ziehen und dabei den Kite ruhig im Zenit zu halten. Und so kam es das ein oder andere mal vor, dass man beim Anziehen des Boards den Kite verlenkt und man viele unabsichtliche Powerbodydrags macht. ;) Au√üerdem sollte wir versuchen das Board alleine wieder zu bekommen. Am Anfang wenn man noch etwas unsicher mit dem Kite und dem Bodydragen ist, bekommt man es immer von Aimé gebracht. Einen Luxus den man nicht unterschätzen sollte. Abends hiess es dann wieder schnell in den Ipereal, um Fleisch für das Grill'nChill zu besorgen.
Freitag:
Am Freitag hatten wir wieder Süd-West-Wind. Nach den ersten längeren Strecken, die wir auf dem Board in unsere jeweilige Lieblingsrichtung zurückgelegt hatten, mussten wir wohl oder übel auch versuchen in die andere Richtung zu fahren. Dies gestaltet sich am Anfang wieder als ziemlich schwierig aber nach ein paar Versuchen hat auch das geklappt.
Samstag:
Am Samstag hatten wir wie zu erwarten wieder den gleichen Wind wie die letzten Tage auch. Aimé hat uns dann auf den See gefahren und uns mit Kite und Board aus dem Boot geworfen, da wir nun uns selbstständig den Rest erarbeiten konnten. Sonntag:Am Sonntag kam der Wind leider viel zu spät. Also haben wir dann unsere Sachen gepackt und haben die Heimreise angetreten.
Im Grossen und Ganzen kann man sagen, dass der Kitespot am Comer See in Kombination mit Aimés Kite-Unterticht die perfekte Kombination für das Erlernen des Kitesurfens ist. Der Spot zeichnet sich durch sehr viel Platz auf dem Wasser aus, wodurch man nicht permanent darauf achten muss, nicht mit anderen Kitern oder Schiffen zusammenzustossen. Die Schulung zeichnet sich durch eine gesunde Kombination aus selbstständigem Lernen und wirklich sehr guten Erklärungen aus. Ausserdem ist Aimé wirklich ein cooler Typ mit dem man auch au√üerhalb des Kurses viel Spass haben kann. Sowohl für blutige Anfänger als auch für fortgeschrittene ist die Schule am Comer See perfekt.
Bericht: Florian Schoch



